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Immobilien sind solide Sachwerte

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Immobilien sind solide Sachwerte

by Martin Horoba

Mit dem Business-Talk am Kudamm habe ich über die Vorteile von Sachwertinvestments gegenüber Geldwertinvestments in Bank- oder Versicherungsprodukte gesprochen. Gerne realisiere ich mit Ihnen auch Ihr Immobilienprojekt.

Das Interview finden Sie auch unter:

Martin Horoba ist Direktor bei FORUMFINANZ GmbH. Mit ihm sprechen wir über den Goldpreis, Eigentumswohnungen sowie geschlossene Fonds.

Die Angst vor Inflation ist zurück. Eine Alternative zu Geldinvestments sind Sachwertinvestments? Welche Assetklassen zählen hierzu?

Martin Horoba: Immobilien und Gold gehören zu den am weitest verbreiteten Sachwerten. Der Goldpreis ist nicht nur von Angebot und Nachfrage abhängig, sondern auch ein Reflex auf Schwankungen der Währungssysteme. Daher ist Gold nur als Ergänzung in einer Vermögensanlage zu empfehlen, so dass sich die folgenden Ausführungen auf Immobilien als Sachwertinvestments fokussieren.

Hier kommen als Assetklassen der Erwerb von Wohnimmobilien wie Eigentumswohnungen und Häuser in Betracht, möblierte Business- oder Studenten-Apartments, offene und geschlossene Immobilienfonds, Pflegeimmobilien, Denkmalimmobilien, REITs und Crowdinvesting.

Welche Vorteile bieten Sachwertinvestment gegenüber klassischen Bank- und Versicherungsprodukten?

Martin Horoba: Immobilien sind solide Sachwerte, die Inflationsschutz durch Wertsteigerungen, attraktive Renditen, Steuerersparnisse und staatliche Förderungen bieten. So gelingt es auch, den Lebensstandard im Alter zu halten.

Bei klassischen Bank- und Versicherungsprodukten muss die Rendite höher liegen als die Inflationsrate, um einen Kaufkraftverlust zu vermeiden. Das ist mit Blick auf die von der Deutschen Bundesbank für dieses Jahr zu erwartende Inflationsrate von 2,6% eine echte Herausforderung, zumal bei Banken auch noch Negativzinsen bzw. Verwahrentgelder von

-0,5% zu berücksichtigen sind. Wenn beispielsweise 100.000 € über 30 Jahre mit dem derzeitigen Verwahrentgelt von -0,5% angelegt werden, beträgt das Endkapital 86.038,42 €. Mit einer angenommenen Inflation von 2,6% bleiben davon als Kaufkraft nach 30 Jahren nur noch 39.835,62 € übrig.

Demgegenüber sind Sachwertinvestments wertstabiler. Sie sind unabhängiger von Kursschwankungen an den Kapitalmärkten und bieten Anlegern Schutz vor Kaufkraftverlusten. So liegt der Wert einer Immobilie von 100.000 € dann demgegenüber nach 30 Jahren mit einer Rendite von 2,6% gerechnet bei 215.983,62 €, wobei insbesondere auch noch die Lage, Nachfrage und Qualität weitere wichtige Faktoren sind, die Einfluss auf die Immobilienpreise haben.

Veräußerungsgewinne aus Immobilien dürfen nach 10 Jahren steuerfrei vereinnahmt werden. Hinzukommt, dass Herstellungskosten für Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen nach § 7 Einkommensteuergesetz innerhalb von 12 Jahren voll absetzbar sind. Im Allgemeinen sind circa 60 bis 70 Prozent des Kaufpreises voll abschreibungsfähige Herstellungskosten. Dabei kann der Steuervorteil oftmals bis zu 100.000 € betragen. Ggfs. kommen auch noch KfW-Zuschüsse hinzu.

Auch die aktuell niedrigen Finanzierungszinsen sind förderlich, Vermögen nachhaltig aufzubauen. Lediglich die Zerstörung im Krisenfall kann dazu führen, dass ein Totalverlust bei Immobilien eintritt, sofern man nicht entsprechend versichert ist.

Sachwertinvestments sind häufig mit unternehmerischen Risiken verbunden. Sind sie also nur für Experten geeignet?

Martin Horoba: Zu den Herausforderungen für ein Sachwertinvestment gehören beispielsweise die Auswahl, die Projektprüfung, die Unterstützung bei der Finanzierung, die Sicherstellung der Qualität, die steuerliche Umsetzung, die professionelle Hausverwaltung, die Absicherung gegen Mietausfälle, Schäden, Arbeitslosigkeit und Reparaturen sowie ein kompetenter Vermietungsservice. Man muss kein Experte sein, um die Punkte gut zu lösen. Allerdings sind zu viele Frustpotentiale und wirtschaftliche Risiken vorhanden. Nach meinen Erfahrungen ist ein umfassendes, professionelles Immobilienmanagement ausschlaggebend und empfehlenswert für den Erfolg in Sachwertinvestments.

Aktienfonds und offene Immobilienfonds sind bekannte Anlageklassen. Es gibt aber auch geschlossene Fonds. Worin unterscheiden sich diese von klassischen Fondinvestments?

Martin Horoba: Bei geschlossenen Immobilienfonds werden Anleger zu Mitunternehmern, mit allen Chancen und Risiken. In Aussicht gestellten höheren Renditen steht hier das unternehmerische Risiko entgegen. Die Anteile von geschlossenen Immobilienfonds können nicht börsentäglich, sondern nur bedingt auf dem „Zweitmarkt“ verkauft werden.

Sind geschlossene Fonds aus Ihrer Sicht für Privatanleger geeignet?

Martin Horoba: Das hängt von den Zielen ab, die Privatanleger verfolgen. Nach meinen Erfahrungen ist den meisten Privatanlegern nicht wirklich klar, dass sie als Mitunternehmer bis zur Höhe ihrer Einlage haften. Das bedeutet im schlechtesten Fall, dass es nicht nur keine Rendite gibt, sondern dass das eingesetzte Geld verloren ist. Hinzu kommt, dass die Rolle als Mitunternehmer auch bedeutet, dass darüber hinaus sogar eventuell noch Nachschüsse zu leisten sind. Von daher sind geschlossene Fonds grundsätzlich als Anlageobjekte geeignet, allerdings nur bei entsprechenden Rahmenbedingungen wie den individuellen Zielen, der passenden Risikobereitschaft und guten Vermögenssituation der Privatanleger.

Letztlich: die Mischung macht´s!!!

Sachwertinvestments haben gegenüber Geldwertinvestments in Bank- oder Versicherungsprodukte einige entscheidende Vorteile wie den Inflationsschutz und den Wertzuwachs. Allerdings ist die langfristige Bindung erforderlich, so dass neben Sachwertinvestments auch eine ausreichende Liquidität und Absicherung gegen alle Lebenssituationen empfehlenswert ist. Immobilien bleiben als Anlagemöglichkeit auch trotz hoher Preise attraktiv. Allerdings ist es wichtig, für alle fachlichen Herausforderungen eine gute Lösung zu finden. 

Herr Horoba, vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: https://www.businesstalk-kudamm.com/finanzen-versicherungen/martin-horoba-immobilien-sind-solide-sachwerte/

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