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Investmentbericht 07.2021

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Investmentbericht 07.2021

by Martin Horoba

Was bedeutet die Inflation für Sparer und Anleger?

Die erwartete, deutliche Beschleunigung der Weltwirtschaft im Sommer 2021 hat zuletzt weiter an Fahrt gewonnen. Ein aufgestauter, hoher Konsumbedarf der Verbraucher trifft auf ein Angebot, das sich in vielen Sektoren noch nicht vollständig auf das Vor-Covid-Niveau erholt hat. Das Angebot ist also niedriger, die Nachfrage viel höher. Somit ziehen die Verbraucherpreise auch in Deutschland deutlich an. Im Mai ist die Inflationsrate auf 2,5 % gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 2011. Die Bundesbank erwartet sogar 2,6% im Durchschnitt für Deutschland in diesem Jahr. 

In Zahlen bedeutet dies: Ein Laib Brot kostet derzeit 3,55 €, bei einer angenommenen Inflation von 2,5% wird das in 20 Jahren 5,82 € kosten. Der Preis für ein Mittelklasse-Elektroauto liegt bei 35.000 €, in 20 Jahren werden es 57.351,58 € sein. Ein Tablet kostet im Schnitt 378,00 €, in 20 Jahren kostet es 620,00 €. Geht man von einer angenommenen Inflation von 3% p.a. aus, so würden sich die Preise bis 2045 sogar verdoppeln!

Haupttreiber der Inflation sind die Energiepreise. Benzin, Öl und Heizöl waren im vorigen Jahr wegen des ersten Lockdowns und der wenigen Nachfrage (geringer Autoverkehr und runtergefahrene Industrie) günstig. Seither ist der Ölpreis außergewöhnlich stark gestiegen. Die Hoffnung auf eine Überwindung der Pandemie, künstliche Verknappung der Ölförderung und der neue CO2-Preis für den Klimaschutz trugen ebenso dazu bei. Durch die Verknappung vieler Rohstoffe wie Eisenerz, Kupfer oder Holz sind auch hier die Preise deutlich angestiegen. Auch Urlaub ist wieder möglich – wie erwartet, ziehen die Preise auch hier an.

Die Zentralbanken setzen wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf „eine Politik der ruhigen Hand“. Es wird erwartet, dass die Zentralbanken die aktuell hohen Inflationsraten noch eine Zeitlang tolerieren, ohne gegenzusteuern. Was heißt das nun für Sparer und Anleger?

Der Kaufkraftverlust mit der einhergehenden Nullzinspolitik trifft Sparer besonders stark. Nur wer eine Rendite erzielt, die höher ist als die Inflationsrate, vermeidet einen Kaufkraftverlust. Anleger können mit Aktienfonds von attraktiven Renditen profitieren und damit deutliche Vermögenszuwächse verzeichnen. Mit einer durchschnittlichen Rendite von 5,25 % p.a. für Fonds mit Aktien und einer Anlagedauer von 15 Jahren kann sich eine Anlagesumme von 18.000 EUR um 7.399,68 EUR vergrößern. Damit erzielt ein Anleger mit den Renditen aus den Fonds den Anstieg seines Vermögens auf über 25.000 EUR.*

Um langfristigen Kaufkraftverlusten zu entfliehen, ergibt es daher für Konsumenten und Sparer bei den aktuellen Inflationstendenzen noch mehr Sinn, in Sachwerte wie Aktienfonds und/oder Immobilien zu investieren.

*(Quelle: Weltsparen.de)

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