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Investmentbericht 11.2022

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Investmentbericht 11.2022

by Martin Horoba

Höhere Zinsen und Glück erforderlich, die Statistik macht Mut

Die Inflationsrate in Deutschland steigt im Oktober auf das Rekordniveau von 10,4%. Die Europäische Zentralbank hat einen weiteren großen Zinsschritt beschlossen und den Leitzins von 1,25 auf 2,0% erhöht. Gelingt es der EZB, die Zinsen damit wieder unter Kontrolle zu bringen?

Noch wirkt deren Politik niedriger Zinsen stimulierend auf Nachfrage und Wachstum. Durch Zinserhöhungen, Verkäufe am Anleihemarkt und die Verteuerung von Refinanzierungsgeschäften für Banken stehen der EZB wirksame Instrumente zur Verfügung, die das Wachstum und in der Folge die Inflation dämpfen können. Die Frage ist, wie ihr das gelingen kann. Denn die Inflation ist nicht nur nachfragebedingt, sondern auch angebotsverursacht durch hohe Energiepreise und Lieferkettenengpässe. Obwohl diese nicht auf Zinsänderungen reagieren, darf die EZB die daraus resultierende Preisdynamik nicht ignorieren. Nur mit einem entschiedenen Vorgehen gegen die Inflation wird sie den an sie gestellten Erwartungen entsprechen können. Die Marktteilnehmer erwarten, dass die EZB den Leitzins bis zum Frühjahr 2023 auf mindestens 2,5% anhebt.

Der Spagat fällt jedenfalls nicht leicht: Welche Zinsschritte reichen aus, um die Inflation zu bekämpfen, aber die Nachfrage nicht zu sehr zu dämpfen? Deutliche Zinsschritte sind auch klare Signale, die den Marktteilnehmern die Entschiedenheit der Zentralbank signalisieren und die Inflation mindern, indem sie präventiv gegen eine Lohn-Preis-Spirale wirken.

Für eine starke Durchschlagskraft müssten aber gleichzeitig auch bessere globale Rahmenbedingungen eintreten, die niedrigere Energiepreise und die Normalisierung der Lieferketten bewirken. Diesbezüglich ist für die EZB das Glück des Tüchtigen erforderlich.

Hoffnungsvoll für Anleger zeigt sich die Statistik: Der Oktober ist bekannt für das Ende von Bärenmärkten. Häufig werden saisonale Tiefpunkte erreicht und anschließend sehr erfolgreiche Aktienmonate gestartet. Im zweitstärksten Monat November zeigt i.d.R. „Thanksgiving“ (24.11.2022) eine positive Stimmung auf die Märkte. Im Dezember wird traditionell eine Jahresendrallye mit ihrem Höhepunkt um Weihnachten erwartet.

Diese Indikatoren richtig bewertet machen Mut zu Investition. Wir beraten hierzu gerne.

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